Bersarin Quartett – III
Neuer Blog, neues Glück könnte man sagen. Mit meiner neuen Perle, die ich Ihnen gerne vorstellen möchte, tauche ich in das Gerne Ambient ab. Ich wähle bewusst das Wort tauchen, denn in die Scheibe, um die es geht, taucht man definitiv ein, aber dazu nachher mehr. Wer denkt, jetzt gäbe es schon wieder was Elektrisches auf die Ohren, der hat in erster Linie Recht, aber zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich einen sehr breiten Musikgeschmack und einfach ein Fable für elektronische Musik habe.
Diesmal geht es um die Platte von Bersarin Quartett und das Album heisst III. Hinter Bersarin Quartett versteckt sich nicht etwa wie der Name vermuten lässt, ein Quartett im klassischen Sinne, sondern der Solo-Künstler Thomas Bücker, der über seine Musik selber sagt:
Mein Konzept war ja schon immer das Pathos, Filmmusikartige, Emotionsgeladene so heftig zu übertreiben, bis es schmerzt. Hoffentlich nur eben nicht so weit, bis die Schmerzgrenze überschritten wird und wir beim Kitsch landen!
Interviewauszug von groove.de
Und ziemlich genau so hört sich das Album auch an. Meiner Meinung nach ist dies, obwohl ja Ambient immer ein bisschen ein Hintergrundmusik Dasein fristet, kein Album das man einfach so nebenbei hören sollte. Man sollte sich die Zeit nehmen, um sich von den tragenden Melodien und der, ich nenne es jetzt mal Weitläufigkeit der einzelnen Tracks, mitreissen zu lassen und ganz in das Album einzutauchen.
Hier noch ein kurzes Videolekerli, das schon mal ein kleinen Vorgeschmack auf das Album III gibt
Auch bei der Namensgebung der Tracks ist bei Bersarin Quartett viel Pathos angesagt, so bedient er sich teilweise mit Zitaten des Dichters Georg Trakl, wie zum Beispiel bei „Verflossen ist das Gold der Tage“. Aber auch bei anderen Namen wie „Jeder Gedanke umsonst gedacht“, oder „Schwarzer Regen fällt“, die unter anderem zu meinen Lieblingen zählen, klingen nicht minder episch.
Auf jeden Fall empfehle ich jedem, der sich gerne von Klangkino berieseln lässt, reinzuhören und einmal die Zeit zu vergessen. Wem es gefällt, sollte sich auch die beiden Vorgänger „Bersarin Quartett“ und II gönnen, die ebenfalls zum entschleunigen und träumen einladen.
Für alle die streamen, bei Tidal gibt es alle Alben von Bersarin Quartett zu hören, bei Qobuz „leider“ nur das Album II.
Somit bleibt mir nur noch allen viel Spass beim entdecken und schwelgen zu wünschen und Happy Listening.