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Prince – Personal favorites from his royal highness

«Some say man ain’t truly happy unless man truly dies» – so heisst es in Prince’ «Sign ‚o‘ the times». Hoffentlich trifft das auch auf diesen Ausnahmekünstler selbst zu. Wegen seinem plötzlichen Tod quillt das Netz gerade zu über von Berichten, News und bestürzten Tweets, die diesem prägenden Pop-Musiker des 20. Jahrhunderts Tribut zollen. Streaming-Dienste wie Tidal packen weitere Alben von ihm online. Recht so. Habe heute nochmals einige seiner Werke durchgehört und dabei meine fünf Lieblings-Tracks von ihm herausgekramt. Gleich drei davon sind übrigens von ein und demselben Album…

Wo anfangen?
Klar: Purple Rain, Kiss, Little Red Corvette und so weiter – samt und sonders grossartige Hits von Prince und Klassiker der Pop-Musik. Was seine neueren Sachen betrifft, habe ich zugegebenermassen eher einen blinden Fleck, sorry! Muss ich noch nachholen, etwa, was 3rdEyeGirl anbelangt. Ausserdem muss ich offen zugeben, dass mich seine Musik in den 1980er Jahren anfangs nicht wirklich interessiert hat. Erst 1991 bin ich über Freunde auf ihn gestossen, das ganze per Zufall und geknüpft an ein aussergewöhnliches Gitarrensolo von Prince. Dazu gleich mehr.

Meine fünf Lieblingssongs von Prince
Ok. Listen sind immer unvollständig. Aber einen Versuch ist es wert. Hier meine Tracks, die ich einer «Best-of-Prince»-Playlist beisteuern würde:

Prince-SignOTimes5. Sign ‚o‘ the times (1987) – Die E-Drums und Synthesizer-Spielereien auf dem Album sind manchmal schon etwas befremdlich. Aber was Prince in seinen Songs auf diesem Album immer wieder mit der Gitarre zaubert ist einfach brilliant. Gerade weil seine Gitarrenkunst oft nur hier und da aufblitzt. Und die Lyrics aus einer Zeit, in der AIDS als todbringende Erkrankung mit «kurzem Namen» um die Welt raste: eindrücklich.

 

Prince-NPG4. Sexy M.F. (1992) – Das Album «Love Symbol» kickt ja nicht von der ersten bis zur letzen Note. Jedenfalls mich nicht, denn einige Songs sind mir zu gewollt „anders“. Aber «Sexy M.F.» ist gross! Fantastisch, wie Prince zusammen mit der N.P.G. neben lässigen Rap-Elementen mit Funk, BigBand-Sound und Jazz-Gitarre experimentiert. Ronny Jordan lässt grüssen.

 

Prince-SignOTimes3. The Cross (1987) – Schon wieder «Sign ‚o‘ the times». Ein wenig vergraben ist er, dieser Track. Und vielleicht auch ein wenig spirituell aufgeladen. Aber herrlich simpel. Er trägt für mich Spuren von Velvet Underground, was die Einfachheit der Akkorde anbelangt. Und deren Impulsivität der Musik, die manchmal auch etwas Brachiales in sich trägt, etwa durch den hämmernden Beat.

 

Prince-SmallClub2. Forever in my life (1988) – Und nochmal «Sign ‚o‘ the times». Auf dem Studio-Album gelingt der Song nicht wirklich, oder? Aber auf dem inoffiziellen Live-Album «Small Club»! Meine Güte, zuerst mit einfachen Gitarren-Riffs angelegt, schraubt sich der Song ekstatisch hoch, kulminierend im Gesang der Lead-Sängerin Boni Boyer. Für ein Bootleg ist die Sound-Qualität akzeptabel und teils besser als bei manch offiziellen Releases. Das gesamte Album ist auf einschlägigen Video-Portalen zu finden…

 

Prince-SmallClub1. Just my imagination (1988) – Dieser Song auf dem Live-Album hat mir Prince nahe gebracht. Wo sich das Imaginäre bei den Temptations wie weichgespült anhört, dem verleiht Prince live die nötige Tiefe und Kontur. Und was für ein Gitarrensolo, das sich da empor schraubt! Es zeigt, wie sehr Prince von Jimi Hendrix inspiriert wurde. Mancherorts als «killer guitar solo» tituliert, wenig verwunderlich also, dass «Small Club» unter Fans ein begehrtes Album ist. Greatest bootleg ever. ‚Nuff said!

R.I.P, Prince – und Happy Listening!

P.S. Eure Favorite-Tracks von Prince? Die wären?!


Tidal-User aufgepasst – das hier ist sehenswert!
Jam-Video «PLECTRUMELECTRUM» mit der Band 3rdEyeGirl und einer geballten Ladung grossartiger Gitarren-Riffs. Turn it up, might get loud… ==> http://tidal.com/video/50825886